Tief im Westen 2014

Nach langem hin und her überlegen, fragten wir uns: Wo in Deutschland waren wir noch nicht? Was wäre sehenswert? Was gibt es in der Umgebung? Da es ein Trip über 5 bis 6 Tage werden sollte, wollten wir nicht 600 Kilometer bis zum ersten Ziel fahren. 300 Kilometer um unseren Standpunkt Bad Salzuflen haben wir gesucht. Aachen, da waren wir noch nicht und im Ruhrgebiet waren wir auch noch nicht. Also haben wir uns für den Westen entschieden. 1. Station - Duisburg. Wie so gerade in das dreckige Duisburg, fragten uns Arbeitskollegen und Bekannte. Weil wir glauben, dass dieses Klischee schlicht nicht wahr ist. Dienstag Nachmittag war es dann so weit, Wowa angekuppelt und los ging es Richtung Westen. Der Stellplatz in Duisburg Wedau ist ein schöner Platz mitten im Erholungsgebiet 6 Seen - Platte Duisburg. Dein Fahrzeug muss unbedingt autark sein, denn es gibt weder Ver noch Entsorgung, auch keinen Strom oder öffentliche Toiletten. Lediglich ein Dixiklo an der Bushaltestelle, na ja zur Not eine alternative zur Toilette im Wohnwagen. Also vom Stellplatz waren wir begeistert, schön gelegen, relativ ruhig mit Blick auf den See, einfach toll. Ein Spaziergang war auch noch drin, bevor es dunkel wurde. Der erste Eindruck war also sehr gut, so viel Natur mitten im Pott, das haben wir nicht erwartet. Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Der Bus bot sich gerade zu an um ihn für unser Vorhaben zu nutzen. Für 9,50 Euro konnten wir zu zweit 24 Stunden durch die Stadt fahren, darin waren alle öffentlichen Verkehrsmittel eingeschlossen. Ich kann nur den Bus empfehlen, U-Bahn oder Tram sind für Touristen zu kompliziert zu verstehen, das kostet unnötig viel Zeit. Aber auch mit Bus muss man aufpassen, denn z.B. eine Haltestelle Hauptbahnhof gibt es nicht, wenn du den Bahnhof siehst, musst du an der nächsten Haltestelle aussteigen. Also, da gibt es Abstriche in der Note, genau wie bei der Ausschilderung, vor allem zur Tourist Information. Diese befindet sich im City Palais, einer sehr modernen Einkaufspassage, leider steht das nicht auf dem Hinweisschild und Touristen müssen fragen und suchen! Wenn man aus der Tourist Information raus kommt, landet man automatisch vor dem Städtischen Theater, der ersten Sehenswürdigkeit in Duisburg. Die Einkaufsstraße, die sich vom Bahnhof bis zum Innenhafen erstreckt ist, so wie überall in deutschen Städten, ich kann diesen "Fußgängerzonen" nichts abgewinnen. Der Stadtkern jedenfalls ist sauber und modern, also auch hier nichts von dem schlechten Image zu sehen.Wenn man dann weiter der Einkaufsmeile folgt, kommt man am Lebensretter - Vogel vorbei, schön bunt und schrill aber was es bedeutet weiß wahrscheinlich nur der Künstler selbst. Der dazugehörige Brunnen war nicht in Betrieb?  Am Ende der Straße kommst du zum Innenhafen und der Altstadt. Der Innenhafen ist nicht mit dem Binnenhafen zu verwechseln, das sind zwei verschiedene Häfen. Der Innenhafen ist sehr klein und nur noch von Sportbootfahrern besiedelt. Er liegt direkt vor der Altstadtmauer und war vor 100 Jahren die wichtigste Versorgungsader Duisburgs. Wie übrigen auch schon im Mittelalter, allerdings hat eine Laune der Natur um 1200 n.Chr. dem Rhein ein neues Bett gegeben und Duisburg lag auf dem Trockenen. Erst 1828 hat man damit begonnen einen Hafenkanal Richtung Altstadt zu bauen. Gegenüber des Innenhafens stehen "die five Boats", ein Komplex von Bürogebäuden, die alle mit ihrem Bug zum Wasser zeigen. Wir sind dann weiter zum Schwanentor gegangen, dort findest du den Anleger der weißen Flotte, von hier fährt 3 x täglich ein Schiff zur Hafenrundfahrt. 14 Euro pro Person für eine 2 Stündige Hafenrundfahrt im größten Binnenhafen Europas sind gut angelegt, jedenfalls bei so schönem Wetter, wie wir es hatten. Nach einem schönen Tag machten wir uns langsam wieder auf den Weg nach Wedau zu unserem Wohnwagen. Die Nacht war ruhig und wir hatten uns schon an die Umgebung gewöhnt, da ging es nach dem Frühstück auch schon weiter nach Aachen, auf den Stellplatz "Platz für Camping Aachen", der soll sehr gut ausgestattet sein. Die Idee zeitig auf diesem Platz anzukommen war eine gute Idee, aber davon mehr im zweiten Teil... weiterlesen