Ferienpark de Krim Texel

Edersee-Frankenberg-Sauerland Teil 2

Das Wandern an der frischen Luft macht müde und so ging es heute früh in die Koje. Nach dem Frühstück fahren wir weiter in Richtung Edertalsperre. Einen Stellplatz haben wir uns noch nicht ausgesucht, aber für eine Übernachtung lässt sich ja immer was finden. Der Wohnwagen war schnell angespannt und los ging es auf der B 252 bis nach Herzhausen. Kurz vor Herzhausen gibt es einen  Stellplatz  vor einem Campingplatz, der uns aber zu weit weg vom Edersee war.

Von hier weiter Richtung Niederwerbe und dann die Ederseerandstraße in Richtung Waldeck. Auf der Hälfte der Strecke, in einer 180 Grad Kurve gibt es einen Wanderparkplatz, hier schlugen wir unser Lager auf. Tagsüber standen hier viele Autos, alles Wanderer, die das schöne Wetter ausnutzen wollten. Nachts waren wir ganz alleine auf diesem Parkplatz zwischen Wald und See. Diese Stellplätze sind uns am liebsten, keine Nachbarn, absolute Ruhe und nur die Geräusche der Natur. Der Edersee  hat zu dieser Jahreszeit immer den niedrigsten Wasserstand, denn er dient unter anderem dazu die Weser und den Mittellandkanal im Sommer mit Wasser aufzufüllen.

 

In besonders trockenen Sommern kann der Wasserstand so niedrig werden dass Friedhöfe, Gebäude und Brücken sichtbar werden, die sonst unter Wasser verborgen bleiben. Als schwieriges Segelrevier ist der Edersee unter den alten Hasen als Revier der "sieben Winde" bekannt und berüchtigt. Immer wieder trifft man auch auf Taucher. Der Edersee ist als Tauchgebiet sehr beliebt. Unweit des Wanderparkplatzes gibt es eine Landzunge, die bei Hochwasser nicht zu betreten ist.

Von hier konnten wir auf der anderen Seite des Sees freigelegte Gebäudeteile sehen, die wir aus der Nähe betrachten wollten. Der Versuch durch die trockene Talsperre auf die andere Seite zu gelangen ist kläglich gescheitert. Das Ufer ist einfach zu steil und locker, also machten wir uns auf den Weg zu Fuß über die Ederseerandstraße in Richtung Waldeck. Das alte Dorf Berich liegt auf halber Strecke zwischen dem Parkplatz und Waldeck. Es sind noch einige Mauerreste von dem seit 1914 überflutetem Dorf zu erkennen.

Da es noch früh am Tag war gingen wir weiter in Richtung Waldeck, in der Hoffnung auf ein erfrischendes Eis in einer Eisdiele. Beim Strandhaus Nr. 12 wurden wir fündig, auf der Terrasse kommst du dir vor wie auf Sylt. Viele wohlhabende Menschen mit Proseccofläschen auf dem Tisch. Aber für ein Eis konnte man es aushalten, der Laden war an diesem Nachmittag überfüllt und so dauerte die Bestellung sehr lange. Abends sind wir zurück auf die Landzunge gegangen, hier haben wir ein kleines Lagerfeuer gemacht und Rotwein getrunken, echt romantisch und wunderschön.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf eine Wanderung durch den Kellerwald. Auf dem Urwaldsteig in Richtung Niederwerbe und zurück zum Wanderparkplatz. Aus geplanten 2 Stunden wurden dann 4 Stunden Wanderung, durch dieses herrliche Naturgebiet im Herbst. Die knorrigen kleinen Bäume an den Steilhängen des Edersees lassen viel Spielraum für Phantasien. Nach einer kurzen Erholungspause machten wir uns dann auf den Weg in die Heimat. Drei Stunden später waren wir wohlbehalten wieder zu Hause. 

Unser Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall diese schöne Gegend mitten in Deutschland zu erkunden. Wir waren schon oft hier und werden sicherlich wieder kommen.