Ferienpark de Krim Texel

Alpentour 2015 (D) (A) Teil 2

Die Fahrt aus dem Pongau in Österreich verlief zunächst mal unkompliziert. Auf der A10 Richtung Norden bis Abfahrt Hallein war alles ok aber dann haben ich eine Entscheidung getroffen die ich wenig später bereut habe. Der direkte Weg ist nicht immer der beste, denn auf der Dürrnberger Straße in die ich abgebogen bin war es schmal und teilweise ging es steil Bergauf. In solchen Situationen haben wir immer an geeigneten Stellen angehalten, um dem nachfolgenden Verkehr vorbei zu lassen. So meinte meine Frau das ich doch an der Bushaltestelle vor dem Hotel Kranzbichelhof anhalten könnte. Als ich Stand wusste ich das das schwer wird hier wieder anzufahren. 100 PS sind für ein Gespann nicht unbedingt zu viel PS in den Alpen. Tatsächlich hatte ich sehr viel Probleme beim anfahren, Vollgas aber es tat sich nicht viel. Dann habe ich ein zweimal die Kupplung schleifen lassen und mich durch die Linkskurve Berghoch gequält. Nach dieser Kurve war es dann geschafft und wir waren auf der Rossfeld Panorama Straße. Ab jetzt ging es nur noch runter ins Tal Richtung Berchtesgaden und von dort nach Bischofswiesen. Direkt in Bischofswiesen kurz hinter dem Bahnhof geht es dann rechts ab in die Loipler Straße in Richtung Alpengasthof Götschenalm. Jetzt erwartete uns eine neue Herausforderung 2,5 Kilometer 12 % Steigung immer im 1. Gang bis auf die 900 Meter hoch gelegenen Alm. Ich bin bewusst im 1. Gang geblieben und es war letztendlich auch kein Problem. Langsam aber sicher haben wir unser Ziel erreicht. Was soll ich sagen es hat sich gelohnt. 

Wenn mir jemand die Bilder von der Götschenalm nach meinem Urlaub gezeigt hätte und ich wäre nicht dort gewesen, dann würde ich mich wohl noch heute ärgern. Diese Art von Stellplätzen liebe ich einfach. Natur pur keine Zäune kein Schlagbaum keine Regeln. Das man den Müll mitnimmt und kein Abwasser ablässt sollte wohl jedem klar sein. Mittagsruhe oder Platz-Zuweisung suchst du hier genau so vergeblich wie Dusche, Toilette und Ver- und Entsorgung. Es gibt Schattenplätze auf dem unteren und Sonnenplätze auf dem oberen Platz, direkt vor dem Restaurant. Der untere Platz ist etwas uneben aber für Wohnwagen macht das ja nichts. 2 mal am Tag läuft eine Herde Kühe über den Platz, die finden ihr Zuhause von ganz alleine. Begleitet wird der Umzug von schönem Glockengeläut. Von diesem Platz aus kannst du sehr viele Ausflüge machen. Das Berchtesgadener Land hält einiges bereit. Aus der schwärzesten Vergangenheit Deutschlands sind auch noch einige Sehenswürdigkeiten geblieben. Obersalzberg, Kehlsteinhaus, Königssee, Watzmann, Rossfeldstr., Bad Reichenhall, Salzbergwerk sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im BGL. Wir waren schon 2010 hier und der Königssee lässt uns nicht los, den haben wir auch diesmal besucht. Wenn du den Königsee besuchst kann ich dir folgende Tour empfehlen. 

Unsere Tour führte uns wie im Jahr 2010 am Obersee vorbei zur Fischunkelalm. Aber eins nach dem anderen. Am Parkplatz angekommen erst mal Wanderfertig- machen, Schuhe ,Stöcke und Rucksack. Immer etwas zu trinken einpacken, dann kann es losgehen. Bei warmen Wetter unbedingt Badesachen einpacken. Der See ist allerdings meistens zu kalt zum baden, nur selten im August wenn die Sonne schon länger das Wasser erwärmt hat, ist die obere Schicht über 20°C . An der Schiffstation direkt am See kaufst du dann die Tickets. Achtung immer bis zur Endstation lösen (Saletalm). Dann fährst du mit einem der zahlreichen Elektroboote los. Das Kloster St. Bartholomä mit seinen roten Kuppeln lässt du liegen und fährst weiter bis zum Anlegesteg Saletalm. Dort steigst du aus und wanderst von hier aus um den Obersee zur Fischunkelalm. Dort angekommen machst du Pause trinkst Buttermilch und isst ein Jausenbrot. Oder trinkst ein kühles Bier. An der Hütte bitte keine Sterneküche erwarten für einen kleinen Imbiss ist aber gesorgt. Entweder du gehst jetzt schwimmen im Obersee wenn du dich traust, oder du wanderst weiter bis zum Wasserfall und von dort wieder zurück zur Saletalm. Für diesen Ausflug musst du unbedingt einen ganzen Tag einplanen. Wenn du jetzt auf der Rückfahrt noch eine frische Forelle kaufen möchtest, dann musst du bei St. Bartholomä aussteigen und dir beim Fischer eine kaufen. Wenn du keine Lust mehr hast auf St. Bartholomä dann nimmst du das nächste Boot und fährst weiter zurück nach Schönau. Au weih jetzt hätte ich doch fast das Highlight vergessen! Natürlich fehlt auf dem Hinweg das berühmte Echo vom Königssee nicht. Der Trompeter spielt ein Lied Richtung Felswand und von dieser prallt das Echo wieder ab. Will man vielleicht nicht hören, muss man aber du kannst ja nicht aussteigen mitten auf dem Königssee! Allerdings ist die anschließende Kollekte kein muss.

Am nächsten Tag haben wir ein wenig am Wohnwagen im Schatten gesessen und uns ausgeruht. Bis zu 39° Celsius war es warm unten im Tal. Hier oben wehte ein leichtes Windchen und es fühlte sich wie unter 30° an. Am Nachmittag waren wir dann im Einkaufscenter ein wenig shoppen. Ich kümmerte mich um Müllentsorgung und frischen Nachschub an Lebensmitteln und dem wichtigsten um Weißbier. Meine bessere Hälfte musste natürlich auf Klamotten Schnäppchen-suche gehen. Nach dem Shopping sind wir dann wieder auf unseren Platz gefahren. Denn den Nachmittäglichem Kuh- Treck wollten wir natürlich nicht verpassen. Wir haben noch Bad Reichenhall besucht und in der Saalach haben wir auf unseren Campingstühlen gesessen und gelesen. Traumhaft kühl und erholsam. Der Alpengasthof hat einen schönen Biergarten und ganz gutes Essen leider haben wir zwei mal Grillteller bestellt (wie kann man nur) der war mittelmäßig. Andere Gerichte sahen besser aus, nah ja nächstes mal. 3 Nächte sind wir hier geblieben, dann ging es weiter zu unserer letzten Etappe. Kloster Andechs war das nächste und letzte Ziel bevor es wieder nach Hause ging.

Die Fahrt dorthin war problemlos weil ich natürlich dem Navi gefolgt bin :-) !! Fast komplett über Autobahn, den Rest auf der Landstraße. Wir haben uns den Stellplatz angesehen und uns dann für einen Platz unter einem Baum auf dem Parkplatz entschieden. Strom brauchen wir ja nicht die Sonne schreibt ja keine Rechnung. Ver- Entsorgung gibt es auf dem Stellplatz, bezahlt wird am Automat. Tagsüber stehst du kostenlos ab 20 Uhr bis zum nächsten morgen musst du bezahlen. Willst du mehrere Tage bleiben musst du jeden Abend vor 20 Uhr wieder ein Ticket lösen. Am ersten Tag haben wir Erstmal die Umgebung erkundet und sind mit dem Auto um den Ammersee gefahren der in unmittelbarer Nähe zum Kloster liegt. An mehreren Stellen haben wir Bademöglichkeiten ausspioniert. In der Nähe von Herrsching haben wir das Richtige für uns gefunden. Ein kleines Waldstück mit Kiesstrand und Schilfgürtel einfach sehr gut. Da gibt es natürlich keinen Imbiss und keine Getränke das haben wir mitgenommen. Ein schöner Strandtag wie am Meer nur mit Süßwasser. Abends ging es dann in den Biergarten vom Kloster Andechs. Hier haben wir lecker gegessen und ich habe Zuviel vom Dunklen Doppelbock zu mir genommen. Um 20 Uhr lag ich in der Koje und um 8 Uhr kam ich wieder raus, nach 12 Stunden war ich wieder fit für die Rückfahrt. Am Abend waren wir wieder wohlbehalten zu Hause. 

Fazit: Die Alpen sind bei diesem Wetter einfach unschlagbar, wir fahren wieder hin!

 

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