Alpentour 2015 (D) (A) mit Wohnwagen durch die Berge!

Endlich Urlaub mann hat das wieder gedauert! Aber jetzt gehts los, Richtung Süden! Ich habe schon ein zwei Monate geplant bis unsere Tour durch die deutschen und österreichischen Alpen fest stand. Allerdings plane ich nicht statisch und arbeite dann strikt den Plan ab. Ich bin ja kein Beamter sondern Handwerker. So kann natürlich immer eine Änderung vorgenommen werden, je nach Situation. Mit meinem alt bewärtem Gespann, Matrix 1600 und Knaus 485 Sport, ging es dann los. Erstmal Autobahn bis  Wörnitz in Bayern . Auf dem Stellplatz kann man gut übernachten und die 5 Euro Stellplatzgebühr kannst du morgens in 2 Cappucino investieren (Gutschein). Schon hier das erste Malör, meine Frau wollte ihr Handy aufladen, also den Wechselrichter anschließen! Aber nicht falsch verpolen + muss schon an + sonst knallts im Gerät. Das war aber dank Tankstelle schnell behoben.
 
Am nächsten morgen sind wir dann zeitig weitergefahren bis nach Heiterwang am See (A). Der Sunnawirt in Tirol hat hier einen Stellplatz neben seiner Gaststätte.Der Heiterwanger See läd zum Wandern schwimmen oder Bootfahren ein. In der Nähe gibt es viele Liftanlagen mit denen man auf die umliegenden Berge fahren kann. Nicht weit ist es auch zu den Schlössern in Bayern, König Ludwig lässt grüßen. Wir haben uns die Schlösser nur von außen angesehen. 
Im August und wenn Bayern Ferien hat kannst du einen Besuch vergessen, total überlaufen. Die Zeit kannst du besser in den Bergen oder im See verbringen. Eine weitere Attraktion ist die Zugspitze. Den höchsten Berg Deutschlands gibts auch in Österreich. Hier fährt aber eine schnelle Großgondel direkt bis zum Gipfel.Alle Seibahnfahrten kosten viel Geld da muss man Prioritäten setzen, Die Zugspitze haben wir ausgelassen.
 
Wer auf diesem Stellplatz beim Sunnawirt übernachtet muss unbedingt abends beim Wirt einkehren! Das ist Erlebnisgastronomie vom feinsten. Der Wirt kocht, begrüßt seine Gäste per Handschlag, und spielt zwischendurch zahlreiche Instrumente. Die Gäste bestellen einfach was sie wollen und Paul macht das schon. Eine Karte gibt es nicht nur eine Grundstruktur auf einem Holzbrett. Wenn da nicht das Richtige für dich dabei ist zaubert dir Paul das was du gerne möchtest. 3 Nächte haben wir hier gestanden, es lohnt sich wirklich besonders bei so traumhaften Wetter. Mit einem lachenden und einem weinendem Auge gings dann weiter zum Walchensee in Bayern. Die Fahrt ging problemlos über gut ausgebaute Straßen. Der Stellplatz befindet sich direkt am See und war bei unserem Aufenthalt gut besucht. Wir hatten uns eigentlich  eine Fahrradtour um den See vorgenommen aber es gibt fast keine Fahrradwege und auf der Straße war uns das zu gefährlich. Da sind die Bayern wirklich nicht auf dem neusten Stand. Der See ist klar, kalt und unheimlich schön also rein und ein zwei Runden schwimmen.Bei weit über 30 Grad eine vernüftige Alternative zum Radeln. Am nächsten morgen sind wir dann nur mit PKW zurück nach Tirol ins Eng-Tal. Das Bergdorf Eng im Karwendelgebirge ist einizartig die Perle Tirols. Von Wallgau aus geht eine private Forststrasse (Gebührenpflichtig) erst nach Voderriss und dann nach Hinterriss.Wenn man der Straße weiter folgt kommt man automatisch zur Engalm. Der große und der kleine Ahornboden sind einmalige ebene Almwiesen auf denen verstreut Ahornbäume wachsen. Von hier aus sind wir zur Binsalm gewandert auf 1500 Meter. Hin und zurück etwa 8 Kilometer Strecke. Es geht 4 kilometer zum Teil sehr steil hoch bis zur Almhütte.Hier erwartet dich der Wirt mit guter Küche und den üblichen Schmankerln. Weissbier, Buttermilch oder Obstler hauchen dir wieder neues leben ein. Hin und zurück bist du als ungeübter Preuße 3 Stunden ohne Pause unterwegs. Wanderausrüstung ist hier natürlich angebracht. Die Damen aus Fernost meistern die Tour auch mit Ballkleid und Sonnenschirm. Einige junge Paare versuchen es auch mit Kinderwagen. Beides ist nicht zu empfehlen und macht auch sicherlich keinen Spaß.  
 
Auf dem Rückweg zum Parkplatz kommst du durch das Bergdorf Eng in Tirol. Hier haben wir Käse,Wurst und Paul gekauft. Paul ist ein Plüschhuhn das jetzt im Wohnwagen vor der hinteren Scheibe sitzt und den nachfolgenden Verkehr beobachtet. Der Käse ist sehr kräftig im Geschmack und die Tiroler Wurst (Kaminwurzen) harmonieren zusammen mit der Almbutter und dem Bauernbrot hervorragend. Ich habe eine Woche lang immer wieder davon gekostet. Abends waren wir wieder zurück am Walchensee. Am Walchensee haben wir 2 Nächte verbracht, ich muss sagen ein guter Stellplatz nur die Dixi Klos die hier aufgestellt sind kann man nicht benutzen einfach ekelig. 
 
Unsere Tour ging weiter durch Österreich Richtung Pongau, ich hatte geplant den Stellplatz Taxenbach anzufahren. Doch fuhren wir so zügig durch das wir uns kurzfristig für den Stellplatz Kellerbauer im Pongau entschieden. Eine ganz gute Wahl allerdings keine Dusche.Da wir ja eine an Bord hatten und Wasser und Abwasser einfach zu Ver-und entsorgen waren kein Problem.Toilette und Entsorgungsbecken so wie Waschmaschine, Trockner und Müllbehälter befanden sich in einem Raum. Das fand ich persönlich etwas unglücklich. Ansonsten waren wir sehr zufrieden hier. Am nächsten Morgen sind wir ohne Wowa nach St. Johann im Pongau gefahren und haben die Lichtensteinklamm besucht.
 
Eines der schönsten Naturerlebnisse das ich bisher gesehen habe. Ja voll ist es schon in der Hauptsaison, aber wahnsinnig schön. Ich habe schon einige- wie sagt man eigentlich Klamms, Klamme oder Klämme besucht aber diese die ist bisher die schönste von allen! Wenn dich die Einweiser gleich unten an der Straße zum parken zwingen wollen, lass dich nicht darauf ein. Von dort sind es ca. 1,5 Kilometer immer leicht Bergauf bis zur Schlange vor der Klamm. Fahre einfach weiter nach oben dort findest du eigentlich immer einen Platz, es ist jedenfalls einen Versuch wert. An der Kasse musst du ein wenig Geduld haben, Hauptsaison eben. Die beste Zeit ist um die Mittagsstunde herum, also wenn die Sonne am höchsten steht.. Nur in einem kurzen Zeitfenster und natürlich nur wenn sie denn ungehindert scheint strahlt die Sonne durch einen schmalen Spalt in die Klamm. Dann kannst du ein Farbenspiel sehen wie im Märchen. Blitzende Wassertröpfchen wirbeln durch die Luft, das Gestein glitzert und die Regenbogen sind fantastisch. Die Klamm ist für Besucher über Holzstege von ca. 1000 meter länge zu besichtigen hin und zurück also 2 Kilometer Fußweg. Am Ende der Klamm ist ein schöner Wasserfall und ein Picknickplatz mit Tischen und Stühlen.Am Eingang zur Klamm befindet sich ein Restaurant und ein Souvenirladen. Hier gibt es auch Toiletten. Alles in allem solltes du einen Tagesausflug einplanen, zumindest wenn du wie wir anschließend baden gehen willst. Kleine Seen und Flüsse laden dazu ein.
 
Nach 2 Nächten ging es weiter ins Berchtesgadener Land. Genau gesagt nach Bischofswiesen. Hier ist der Hackl Georg aufgewachsen. Der Stellplatz Götschenalm war unser Ziel. Besser gesagt der Stellplatz Alpengasthof Götschenalm am Ski Gebiet.  Doch davon mehr im zweiten Teil....